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Lexikon: Kühlversand, Trockeneis und Strahlen

Die wichtigsten Begriffe rund um Kühl- und Tiefkühlversand, Trockeneis und Strahlverfahren – kurz erklärt und jeweils mit einem Link auf den ausführlichen Ratgeber. Die Belege finden Sie in den verlinkten Artikeln.

0–9

2–8 °C
Üblicher Temperaturbereich für gekühlt zu lagernde Arzneimittel und Impfstoffe („Kühlschranktemperatur“). Für den Versand braucht es ein geprüftes Packschema; Ware darf dabei nicht gefrieren. Mehr dazu

A

ADR
Europäisches Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Für Trockeneis als Kühlmittel enthält es Sonderregeln (Abschnitt 5.5.3). Mehr dazu
Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für CO₂
Für Kohlendioxid gilt in Deutschland ein AGW von 5.000 ppm (0,5 Vol.-%) als Schichtmittelwert nach TRGS 900. Beim Arbeiten mit Trockeneis ist deshalb auf gute Belüftung zu achten. Mehr dazu

D

Datenlogger
Kleines Messgerät, das während des Transports in festen Abständen die Temperatur aufzeichnet. Beim Probeversand zeigt es, ob ein Packschema die Zieltemperatur hält. Mehr dazu

E

E 290
Lebensmittelzusatzstoff-Nummer von Kohlendioxid. Kommt Trockeneis direkt mit Lebensmitteln in Kontakt, sind die lebensmittelrechtlichen Anforderungen beim Lieferanten zu erfragen. Mehr dazu
Einhausung und Abschirmung
Abtrennung des Arbeitsbereichs beim Strahlen, damit Partikel, Staub und gelöster Schmutz nicht in angrenzende Bereiche gelangen. Umfang und Zuständigkeit werden vor dem Einsatz abgestimmt. Mehr dazu
EPS (Styropor)
Expandiertes Polystyrol, ein leichter Dämmstoff für Isolierboxen. Alternativen im Kühlversand sind Isolierungen aus Papierfasern, Jute oder Polyethylen. Mehr dazu

F

Flugrost
Dünne Rostschicht, die sich auf frisch gestrahltem Stahl bilden kann, wenn die Oberfläche nicht zeitnah weiterbearbeitet wird. Deshalb folgt die Beschichtung möglichst bald nach dem Strahlen. Mehr dazu
Fünf Sicherheitsregeln
Vorgehen beim Arbeiten an elektrischen Anlagen: freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, erden und kurzschließen, benachbarte spannungsführende Teile abdecken. Mehr dazu

G

GDP (Gute Vertriebspraxis)
EU-Leitlinien für den Vertrieb von Arzneimitteln (2013/C 343/01). Sie verlangen unter anderem, dass Temperaturbedingungen beim Transport eingehalten und Verpackungslösungen geprüft werden. Mehr dazu
Gelfüllung
Füllung von Kühlakkus aus Wasser und Verdickungsmittel. Der Gefrierpunkt hängt von der Rezeptur ab und kann etwas unter 0 °C liegen. Mehr dazu

I

Isolierbox
Formstabile Verpackung mit Dämmschicht, in der Ware und Kühlmittel zusammen versendet werden. Die Größe richtet sich nach Ware, Kühlmittel und Füllraum. Mehr dazu
Isoliertasche
Flexible Verpackung mit Dämmschicht, die sich der Warenmenge anpasst. Sie eignet sich besonders, wenn Kühl- und Trockenware in einem Paket reisen. Mehr dazu

K

Kondenswasser
Wasser, das sich niederschlägt, wenn warme, feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche trifft – etwa an Kühlakkus oder gekühlter Ware. Feuchteempfindliche Ware wird deshalb getrennt verpackt. Mehr dazu
Konditionieren
Kurzes Antauen gefrorener Kühlakkus, bis sie etwa 0 °C haben. So friert frostempfindliche Ware beim Kontakt nicht an. Mehr dazu
Korund
Hartes, scharfkantiges Strahlmittel aus Aluminiumoxid. Welches Strahlmittel eingesetzt wird, hängt von Material und Ziel ab. Mehr dazu
Kühlakku
Kühlelement mit Wasser- oder Gelfüllung, das vorgefroren wird und beim Schmelzen Wärme aufnimmt. Thermapack führt Kühlakkus von 200 bis 680 g. Mehr dazu
Kühlkette
Lückenlose Einhaltung der vorgeschriebenen Temperatur von der Herstellung bis zum Empfänger. Im Versand sorgen Isolierverpackung und Kühlmittel dafür. Mehr dazu

N

Nuggets (Trockeneis)
Trockeneis-Stücke mit 16 mm Durchmesser. Durch die kleinere Oberfläche je Kilogramm sublimieren sie langsamer als Pellets und eignen sich für den Tiefkühlversand. Mehr dazu

O

Oberflächenvorbereitungsgrad (Sa)
Einteilung der Reinheit gestrahlter Stahloberflächen nach DIN EN ISO 8501-1 (Sa 1 bis Sa 3). Welcher Grad nötig ist, gibt das Beschichtungssystem vor. Mehr dazu

P

Pellets (Trockeneis)
Trockeneis-Stäbchen mit 3 mm Durchmesser. Sie kühlen schnell und werden auch als Strahlmittel beim Trockeneisstrahlen eingesetzt. Mehr dazu
Phasenwechsel und Schmelzwärme
Beim Schmelzen nimmt Eis rund 334 kJ je Kilogramm auf, ohne wärmer als 0 °C zu werden. Diesen Effekt nutzen Kühlakkus. Mehr dazu
Probefläche
Kleine Testfläche vor dem eigentlichen Strahleinsatz. Sie zeigt, ob ein Verfahren die gewünschte Wirkung hat und den Untergrund nicht beeinträchtigt. Mehr dazu

Q

Quarzsand
Als Strahlmittel verboten, weil Quarzfeinstaub die Lunge schädigt. Strahlmittel dürfen höchstens 2 Gewichtsprozent freie kristalline Kieselsäure enthalten. Mehr dazu

R

Reflektivität
Anteil der Wärmestrahlung, den eine Oberfläche zurückwirft. Aluminiumkaschierte Thermohauben erreichen laut Herstellerangabe 95 bis 97 %. Mehr dazu

S

Sandstrahlen
Abrasives Strahlverfahren: Ein Strahlmittel wird mit Druckluft auf die Oberfläche beschleunigt und trägt Rost und Beschichtungen ab. Dabei entstehen Strahlmittel- und Partikelrückstände. Mehr dazu
Strahlmittel
Körniges Material, das beim Strahlen auf die Oberfläche trifft, zum Beispiel Korund, Glasperlen, Schlacken oder Stahlkies. Beim Trockeneisstrahlen ist es Trockeneis. Mehr dazu
Sublimation
Direkter Übergang vom festen in den gasförmigen Zustand. Trockeneis schmilzt nicht, sondern sublimiert zu CO₂-Gas. Mehr dazu

T

Thermische Resistenz (R-Wert)
Maß dafür, wie stark eine Schicht den Wärmedurchgang bremst, in (K·m²)/W. Je höher der Wert, desto besser dämmt das Material. Mehr dazu
Thermohaube
Isolierende Haube, die über eine beladene Palette gestülpt wird, um temperaturempfindliche Ware an Transport-Schnittstellen zu schützen. Mehr dazu
Tiefkühltemperatur
Tiefgefrorene Lebensmittel müssen nach der Tiefkühllebensmittelverordnung bei −18 °C oder kälter gehalten werden. Mehr dazu
Tripelpunkt
Zustand, in dem fest, flüssig und gasförmig gleichzeitig vorliegen. Bei CO₂ liegt er bei −56,6 °C und 5,185 bar – deshalb gibt es bei normalem Luftdruck kein flüssiges CO₂. Mehr dazu
Trockeneis
Festes Kohlendioxid (CO₂) mit rund −78,5 °C. Aus 1 kg entstehen über 500 Liter Gas; es wird zum Kühlen, im Labor und als Strahlmittel genutzt. Mehr dazu
Trockeneisstrahlen
Reinigungsverfahren, bei dem Trockeneis-Pellets mit Druckluft auf die Oberfläche treffen. Das Trockeneis sublimiert; der gelöste Schmutz bleibt zurück und wird aufgenommen. Mehr dazu

U

UN 1845
UN-Nummer für Kohlendioxid, fest (Trockeneis). Beim Versand mit Trockeneis gelten je nach Verkehrsträger und Paketdienst besondere Regeln. Mehr dazu

W

Wärmeleitfähigkeit (λ)
Stoffwert, der angibt, wie gut ein Material Wärme leitet, in W/(m·K). Gute Dämmstoffe haben eine niedrige Wärmeleitfähigkeit. Mehr dazu

Häufige Fragen

Wofür ist das Lexikon gedacht?

Es erklärt Fachbegriffe in ein bis drei Sätzen und verweist für Details auf die ausführlichen Ratgeber von Thermapack.

Was ist der Unterschied zwischen Pellets und Nuggets?

Pellets haben 3 mm, Nuggets 16 mm Durchmesser. Pellets kühlen schneller und dienen als Strahlmittel, Nuggets sublimieren langsamer und eignen sich für den Tiefkühlversand.

Warum schmilzt Trockeneis nicht?

Bei normalem Luftdruck geht festes CO₂ direkt in Gas über (Sublimation). Flüssiges CO₂ gibt es erst oberhalb des Tripelpunkts von 5,185 bar.

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