Wie kalt ist Trockeneis?
Trockeneis hat bei normalem Luftdruck eine Temperatur von −78,5 °C (DGUV Information 213-115). Das ist sein Sublimationspunkt: Bei dieser Temperatur geht es direkt in Gas über, statt zu schmelzen. Damit ist es rund 60 Grad kälter als Tiefkühlkost bei −18 °C, aber deutlich wärmer als flüssiger Stickstoff mit etwa −196 °C (NIST).
Was ist Trockeneis? Eigenschaften und Einsatz
Trockeneis ist festes Kohlendioxid (CO₂). Es hat bei Normaldruck eine Temperatur von −78,5 °C und geht direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über, ohne flüssig zu werden; aus 1 kg entstehen dabei über 500 Liter CO₂-Gas (DGUV Information 213-115). Genutzt wird es vor allem zum Kühlen von Tiefkühlware im Versand, in Lebensmittelbetrieben und Laboren, für Nebeleffekte und zum Trockeneisstrahlen.
Strahlmittel im Überblick: Korund, Glas, Schlacke, Eis
Strahlmittel sind körnige Stoffe, die mit Druckluft auf eine Oberfläche geschleudert werden. Gebräuchlich sind kantige Mittel wie Korund und Schlacken, runde wie Glasperlen, metallische wie Stahlguss oder Drahtkorn sowie Trockeneis, das sublimiert. Quarzsand ist als Strahlmittel verboten: Nach DGUV Regel 100-500 dürfen Strahlmittel höchstens 2 % freie kristalline Kieselsäure enthalten.
Stahl entrosten durch Sandstrahlen: Sa 1 bis Sa 3
Abrasives Strahlen ist ein gängiges Verfahren, um Rost, Walzhaut und alte Anstriche von Stahl zu entfernen. Wie gründlich eine Fläche gestrahlt ist, beschreibt DIN EN ISO 8501-1 mit den Vorbereitungsgraden Sa 1 bis Sa 3. Für neue Korrosionsschutzbeschichtungen wird häufig Sa 2½ gefordert. Welcher Grad an einem bestimmten Bauteil erreichbar ist, hängt von dessen Zustand ab und wird vorher geklärt.
Schimmel und Trockeneisstrahlen: was geht, was nicht
Trockeneisstrahlen kann sichtbaren Schimmelbewuchs von festen Oberflächen mechanisch abtragen. Eine Schimmelsanierung ersetzt es nicht: Nach dem Schimmelleitfaden des Umweltbundesamts muss zuerst die Ursache, meist zu viel Feuchte, geklärt und beseitigt werden. Befallene Materialien wie Gipskarton oder Dämmung werden in der Regel ausgebaut, und eine Desinfektion ist das Strahlen nicht.
Sandstrahlen: Staub und Rückstände richtig handhaben
Beim Sandstrahlen fallen Staub, verbrauchtes Strahlmittel und abgetragenes Material an, zusammen Strahlschutt genannt. Wie damit umgegangen wird, hängt vor allem davon ab, was abgetragen wird: Enthält die Altbeschichtung Schadstoffe, sind Einhausung, Absaugung und spezielle Schutzausrüstung nötig, und der Strahlschutt kann nach Abfallverzeichnis-Verordnung als gefährlicher Abfall (12 01 16*) gelten.
Oberfläche vor dem Beschichten richtig vorbereiten
Eine Beschichtung hält nur so gut wie ihr Untergrund: Er muss sauber, ausreichend rau und trocken sein. Für Stahl beschreiben DIN EN ISO 8501-1 die Reinheit, DIN EN ISO 8503 die Rauheit und DIN EN ISO 12944-4 die Verfahren. Welche Werte gelten, gibt das Beschichtungssystem vor. Nach dem Strahlen sollte zeitnah beschichtet werden, weil gestrahlter Stahl wieder anrosten kann.
Fassade und Graffiti: Trockeneis oder Sandstrahlen?
Für Graffiti und Verschmutzungen an Fassaden kommen Trockeneisstrahlen und abrasives Strahlen infrage. Welcher Weg passt, entscheidet der Untergrund: Abrasives Strahlen trägt neben der Farbe auch Material der Oberfläche ab, Trockeneis wirkt ohne Abrasion, löst aber nicht jede Farbschicht. Eine Probefläche klärt das. An Baudenkmälern sollte vor jeder Reinigung die Denkmalschutzbehörde einbezogen werden, weil Eingriffe genehmigungspflichtig sein können.
Entlacken: alte Beschichtungen sicher entfernen
Alte Lacke und Korrosionsschutzanstriche lassen sich durch abrasives Strahlen abtragen. Vorher sollte geklärt sein, was in der Beschichtung steckt: Ältere Anstriche können Blei, Chromate, Teer bzw. PAK oder sogar Asbest enthalten. Dann verlangen BG BAU und Technische Regeln weitergehende Schutzmaßnahmen wie Einhausung und Absaugung, und der Strahlschutt kann als gefährlicher Abfall gelten.
Brandschaden mit Trockeneis reinigen: Ablauf und Grenzen
Trockeneisstrahlen kann Ruß und Rauchniederschläge von geeigneten Oberflächen lösen. Es ist dabei ein Reinigungsschritt innerhalb der Brandschadensanierung, nicht ihr Ersatz: Nach der Richtlinie VdS 2357 wird die Brandstelle zuerst begangen und in Gefahrenbereiche eingeteilt, daraus folgen Sanierungskonzept und Schutzmaßnahmen. Der gelöste Ruß bleibt zurück und muss aufgenommen und entsorgt werden.
Wie wird Trockeneis hergestellt?
Trockeneis entsteht aus flüssigem Kohlendioxid: Wird es auf Atmosphärendruck entspannt, bildet sich CO₂-Schnee, der anschließend zu Pellets, Nuggets, Scheiben oder Blöcken verdichtet wird (DGUV Information 213-115). Dabei wird nur etwa 40 bis 45 % des eingesetzten CO₂ zu Trockeneis; der Rest wird gasförmig und kann über Rückgewinnungsanlagen wieder genutzt werden.
Trockeneis im Labor: Proben kühlen und versenden
Trockeneis eignet sich im Labor, um Proben tiefgefroren zu halten und zu versenden, denn es hat etwa −78,5 °C. Hochschul-Richtlinien verlangen gut belüftete Räume, Kälteschutzhandschuhe und Schutzbrille sowie Behälter, die nicht gasdicht schließen. Trockeneis ist beim Versand Gefahrgut (UN 1845) – die Details klären Sie mit Ihrem Gefahrgutbeauftragten und dem Paketdienst.
Trockeneis im Auto transportieren: Risiken und Alternativen
Handelsübliche Pkw – auch Kombis, SUV und viele Kleintransporter – sind für den Transport von Trockeneis nicht geeignet, weil sie das Eindringen von CO₂ aus dem Kofferraum in den Fahrgastraum in der Regel nicht verhindern können (DGUV Information 213-115). Die sicherere Lösung ist, Trockeneis direkt an den Einsatzort liefern zu lassen oder – wo die Temperatur es zulässt – auf Kühlakkus auszuweichen.
Trockeneis in Gastronomie und Events sicher nutzen
Trockeneis eignet sich in Gastronomie und Eventbetrieb zum Kühlen und für Nebeleffekte, wenn Gäste keinen direkten Kontakt damit haben: Stücke gehören nicht in Getränke oder Speisen zum Verzehr, weil das BfR Erfrierungen der Schleimhäute im oberen Verdauungstrakt durch oralen Kontakt beschreibt. Nebel erzeugen Sie in einem separaten Gefäß, in begrenzter Menge und mit guter Belüftung, denn dabei wird schnell viel CO₂ frei (DGUV, BfR).
Trockeneis in Fleischerei und Lebensmittelbetrieb
In Fleischereien und anderen Lebensmittelbetrieben wird Trockeneis eingesetzt, um Rohware während der Verarbeitung auf die gewünschte Temperatur zu bringen, sie beim innerbetrieblichen Transport zu kühlen und Tiefkühlware auszuliefern (DGUV Information 213-115). Lebensmitteltaugliches Kohlendioxid ist als Zusatzstoff E 290 zugelassen und wird auch als Trockeneis geliefert; ob das verwendete Eis diese Qualität hat, sollte der Lieferant bestätigen.
Trockeneis entsorgen: Was mit Resten passiert
Trockeneis müssen Sie nicht entsorgen wie Abfall: Reste lassen Sie in einem offenen oder nicht gasdicht verschlossenen Behälter an einem gut belüfteten Ort, am besten im Freien, vollständig sublimieren – unbeaufsichtigt nur dort, wo Kinder, Tiere und Unbefugte nicht herankommen. Nicht geeignet sind Waschbecken, Toilette, Abfluss, Mülltonne sowie Keller, Treppenabgänge und Schächte (DGUV, Hochschul-Sicherheitsrichtlinien).
Trockeneis bestellen: Mengen, Lieferung, Lagerung
Bestellen Sie Trockeneis so, dass es möglichst kurz vor dem Einsatz eintrifft, und planen Sie den Verlust bis dahin ein: In einer üblichen Isolierbox sublimieren laut Arbeitsschutzstellen von Universitäten rund 2,3 bis 4,5 kg pro Tag. Thermapack liefert Pellets 3 mm und Nuggets 16 mm in 5, 10, 20 und 25 kg, größere Mengen auf Anfrage. Trockeneis geht montags bis donnerstags per DPD Express raus und wird am nächsten Werktag zugestellt; Lieferung zum Wunschtermin und Abholung in Wiesmoor sind nach Absprache möglich.
Wie kalt wird ein Kühlakku?
Ein Kühlakku wird so kalt wie das Gefriergerät, in dem er liegt – bei der üblichen Einstellung etwa −18 °C (Verbraucherzentrale). Seine eigentliche Kühlleistung erbringt ein Kühlakku auf Wasserbasis aber beim Schmelzen um 0 °C: Dabei nimmt jedes Kilogramm Eis rund 334 kJ Wärme auf, ohne wärmer zu werden. Kälter als −18 °C wird er nur in einem kälteren Gerät; für tiefere Temperaturen ist Trockeneis mit −78,5 °C gedacht.
BARF-Futter gekühlt oder tiefgekühlt versenden
Rohes Fleischfutter (BARF) ist leicht verderblich: Salmonellen vermehren sich laut BfR zwischen 10 und 47 °C, in einigen Fällen schon ab 6 bis 8 °C. Gekühlte Ware versenden Sie in einer Isolierverpackung mit Kühlakkus; soll das Futter tiefgefroren ankommen, ist Trockeneis (−78,5 °C) die Kühlung der Wahl. Wer BARF gewerblich herstellt oder vertreibt, unterliegt dem Recht für tierische Nebenprodukte und dem Futtermittelrecht.
Schokolade versenden, ohne dass sie schmilzt
Kakaobutter, das Fett in der Schokolade, schmilzt in einem Bereich von etwa 28 bis 36 °C; schon darunter wird Schokolade weich, und Temperaturschwankungen führen zu Fettreif. Versenden Sie Schokolade deshalb in einer Isolierverpackung mit Kühlakkus, die nicht direkt an der Ware liegen, und schützen Sie sie vor Kondenswasser, das Zuckerreif verursacht.
Kühlakkus wiederverwenden und richtig entsorgen
Ein intakter Kühlakku kann viele Male eingefroren und wieder eingesetzt werden – das ist nach der Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes die bessere Wahl als Wegwerfen. Ausgediente Kühlakkus gehören nach Auskunft kommunaler Entsorger in kleinen Mengen in den Restmüll, größere Mengen zum Wertstoffhof; der Inhalt darf nicht in Abfluss oder Toilette. Maßgeblich ist die Abfallsatzung Ihrer Kommune (UBA).
Dürfen Kühlakkus Lebensmittel berühren?
Ja – wenn der Kühlakku für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet, sauber und unbeschädigt ist. Rechtlicher Rahmen ist die EU-Verordnung (EG) Nr. 1935/2004: Materialien dürfen keine Bestandteile in gesundheitsgefährdenden Mengen an Lebensmittel abgeben. Die Gel- und Wasser-Kühlakkus von Thermapack sind laut Hersteller für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet. Bei unverpackter Ware sollten Sie zusätzlich an Kondenswasser und Kälteschäden denken.
Kosmetik und Pharma-Produkte kühl versenden
Wie ein Produkt versendet werden muss, ergibt sich aus den Lagerhinweisen des Herstellers. Bei Arzneimitteln unterscheidet man Raumtemperatur (15–25 °C), Kühlschrank (2–8 °C) und tiefgekühlt (unter −18 °C); kühlpflichtige Präparate dürfen in der Regel nicht einfrieren (ABDA). Wer Arzneimittel gewerblich vertreibt, muss die EU-Leitlinien zur Guten Vertriebspraxis (GDP) einhalten und seine Transportlösung im eigenen Qualitätssystem prüfen.
Medikamente bei 2–8 °C versenden: die Grundlagen
Arzneimittel mit dem Hinweis „Im Kühlschrank lagern“ sind für 5 °C ± 3 °C, also 2 bis 8 °C, ausgelegt und dürfen oft nicht gefrieren (EMA). Beim Transport müssen diese Bedingungen eingehalten werden: Die EU-Leitlinien für die gute Vertriebspraxis (GDP, 2013/C 343/01) verlangen dafür qualifizierte Ausrüstung wie Thermalverpackungen, Kühlakkus ohne direkten Kontakt zum Arzneimittel und den Nachweis der Temperatur. Wer gewerblich Arzneimittel versendet, braucht eine dafür validierte Versandlösung.
Lebensmittel gekühlt versenden: Das müssen Versender beachten
Wer Lebensmittel gewerblich verschickt, ist Lebensmittelunternehmer, muss sich bei der Lebensmittelüberwachung registrieren und ist für die Sicherheit der Ware verantwortlich (BVL). Für kühlpflichtige Lebensmittel gilt: Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden (VO (EG) Nr. 852/2004), die vorgeschriebene Höchsttemperatur muss auch im Paket eingehalten werden. Dafür brauchen Sie eine passende Isolierverpackung, ausreichend Kühlmittel und einen geprüften Versandablauf.
Papier, Jute, PE oder EPS: Isoliermaterialien im Vergleich
EPS (umgangssprachlich oft „Styropor“) ist ein gut untersuchter Dämmstoff mit einer Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,020 bis 0,040 W/(m·K) (Baunetz Wissen), ist formstabil, braucht aber viel Lagerplatz. Isolierverpackungen aus Papier und Jute sind nach Herstellerangabe aus nachwachsenden Rohstoffen und lassen sich teils platzsparend lagern, PE ist leicht und flexibel. Welche Lösung Ihre Ware ausreichend lange kühl hält, entscheidet die konkrete Verpackung, nicht das Material allein.
Isolierbox oder Isoliertasche: Was passt zu welchem Versand?
Eine Isolierbox ist formstabil, hat einen fest definierten Kühlraum und eignet sich für empfindliche Ware und gleichbleibende Sendungsgrößen. Eine Isoliertasche ist flexibel, braucht leer kaum Lagerplatz und passt sich wechselnden Füllmengen an. Welche Lösung Ihre Ware lange genug kühl hält, zeigt nur ein Probeversand mit Ihrem Kühlmittel und Ihrer Laufzeit.
Die richtige Größe der Isolierbox finden
Die richtige Isolierbox ist so groß wie nötig und so klein wie möglich: Addieren Sie das Volumen der Ware, das Volumen des Kühlmittels und etwas Raum zum Polstern, und wählen Sie dann die nächstgrößere Box. Maßgeblich ist das Innenmaß des Kühlraums, nicht das Außenmaß. Jeder Liter Leerraum enthält Luft, die gekühlt werden muss.
Fleisch und Wurst gekühlt oder tiefgekühlt versenden
Frisches Fleisch von Rind, Schwein, Schaf und Ziege darf auch beim Transport höchstens +7 °C haben, Geflügel und Fleischzubereitungen +4 °C, Innereien +3 °C und Hackfleisch +2 °C (VO (EG) Nr. 853/2004). Tiefgefrorenes Fleisch muss −18 °C oder kälter bleiben (TLMV). Für gekühlte Ware eignen sich Kühlakkus, für Tiefkühlware Trockeneis, jeweils in einer passenden Isolierverpackung und mit Probeversand geprüft.
Wie lange hält eine Isolierbox kühl?
Eine pauschale Stundenzahl gibt es nicht: Wie lange eine Isolierbox kühl hält, hängt vor allem von der Dämmwirkung der Wände, dem Verhältnis von Oberfläche zu Inhalt, Art und Menge des Kühlmittels sowie von Ausgangs- und Außentemperatur ab. Herstellerangaben gelten nur für die jeweils geprüften Bedingungen. Für Ihre Sendung liefert ein Probeversand mit Temperatur-Datenlogger die verlässlichste Antwort.
Thermohaube für Paletten: Wann ist sie nötig?
Eine Thermohaube ist sinnvoll, wenn vorgekühlte, temperaturempfindliche Ware auf der Palette Abschnitte ohne aktive Kühlung durchläuft – etwa beim Umschlag, an der Rampe oder auf dem Vorfeld eines Flughafens. Sie kühlt nicht selbst, sondern bremst den Wärmeeintrag: Die metallisierte Oberfläche wirft Wärmestrahlung zurück, die Luftpolster dämmen. Je höher Reflektivität und thermischer Widerstand R, desto stärker die Bremswirkung.
Nachhaltige Alternative zu Styropor im Kühlversand
Als Alternative zu Styropor kommen im Kühlversand vor allem Isolierverpackungen aus Papier oder Naturfasern wie Jute infrage. Entscheidend ist nicht das Etikett „nachhaltig“, sondern dass die Isolierleistung für Ihre Versandstrecke reicht und der Empfänger die Verpackung einfach entsorgen kann – Papier gehört in der Regel ins Altpapier, Styropor in die Gelbe Tonne (Initiative „Mülltrennung wirkt“).
Kühl- und Trockenware in einem Paket versenden
Kühl- und Trockenware lassen sich gemeinsam versenden, wenn Sie im Paket eine abgegrenzte Kühlzone schaffen: Die Kühlware liegt zusammen mit dem Kühlmittel in einer Isoliertasche, die Trockenware außerhalb davon im Umkarton. So bleibt die Kälte dort, wo sie gebraucht wird, und Kondenswasser erreicht die Trockenware nicht. Lebensmittel und andere Waren sind dabei nach EU-Hygienerecht erforderlichenfalls voneinander zu trennen.
Kühlversand im Sommer: So bleibt die Ware kalt
Im Sommer bleibt Kühlware am ehesten kalt, wenn Sie zu Wochenbeginn versenden, damit das Paket nicht über das Wochenende liegt, Ware und Kühlmittel vollständig vorkühlen, mehr Kühlmittel einplanen und Hohlräume im Paket füllen (Clemson University Extension). Prüfen Sie Ihr Packschema vor der warmen Saison mit einem Probeversand und Datenlogger.
Isolierverpackung richtig entsorgen und recyceln
Isolierverpackungen werden nach Material getrennt: Isolierungen und Kartons aus Papier gehören sauber und flachgedrückt ins Altpapier, Styropor (EPS) und Folien aus Polyethylen (PE) in die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack. Bestandteile aus unterschiedlichen Materialien sollten Sie vorher trennen (Umweltbundesamt, Initiative „Mülltrennung wirkt“). Gewerbliche Empfänger sammeln nach Gewerbeabfallverordnung getrennt.
Wie viele Kühlakkus pro Paket?
Eine feste Stückzahl gibt es nicht. Wie viele Kühlakkus ein Paket braucht, hängt von Versanddauer, Außentemperatur, Isolierung, Paketgröße und Temperatur der Ware ab. Die Rechenlogik ist einfach: Der Kältevorrat der Akkus – vor allem die Schmelzwärme von Eis mit rund 334 kJ je Kilogramm – muss die Wärme aufnehmen, die während des Transports ins Paket dringt, plus Reserve. Die genaue Menge ermitteln Sie im Probeversand mit Datenlogger.