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Oldtimer- und Fahrzeugteile strahlen

Thermapack strahlt Oldtimer- und Fahrzeugteile mobil in Ihrer Werkstatt, Halle oder Garage: Rahmen, Achsen, Felgen, Karosserie- und Motorradteile, für Betriebe ebenso wie für Privatkunden, im Nordwesten und überregional. Motoren und Unterboden reinigen wir mit Trockeneis, Rost und Altlack tragen wir mit Sandstrahlen bis aufs Metall ab. Grundierung und Lackierung übernimmt danach Ihre Werkstatt oder Ihr Lackierer.

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Reinigen oder bis aufs Metall?

Bevor gestrahlt wird, sollte feststehen, was danach mit dem Teil passiert. Soll es nur sauber werden, um den Zustand zu beurteilen oder es zu konservieren? Oder soll es blank werden und neu aufgebaut werden?

  • Reinigen mit Trockeneis: Öl, Fett, Straßenschmutz, Wachskonservierung und weicher Unterbodenschutz. Die DGUV Information 213-115 nennt die Restaurierung von Oldtimern und Motorrädern sowie das Entfernen von Öl, Fett, Wachs und Bitumen von Metall ausdrücklich als Einsatzgebiete. Es bleibt kein Strahlmittel liegen, der gelöste Schmutz aber schon.
  • Abtragen mit Sandstrahlen: Rost, mehrere Lackschichten und fest haftende Altbeschichtungen. Ein körniges Strahlmittel trägt die Schichten mechanisch ab und hinterlässt eine raue, metallisch blanke Oberfläche, auf der Grundierung haftet.

Oft ist es eine Kombination: erst Öl und Unterbodenschutz mit Trockeneis herunter, dann rostige Bereiche gezielt abrasiv nacharbeiten.

Welches Bauteil, welches Verfahren

Bauteil Typische Aufgabe Häufig gewähltes Verfahren
Rahmen, Achsen, Querlenker, Blattfedern Rost und Altlack bis aufs Metall Sandstrahlen, vorher Fett mit Trockeneis
Unterboden, Radhäuser Wachs, Unterbodenschutz, Schmutz lösen Trockeneisstrahlen, Rostnester danach gezielt
Motor, Getriebe, Anbauteile Öl und Schmutz entfernen Trockeneisstrahlen
Felgen Rost und Lack vor neuer Beschichtung Sandstrahlen
Motorradteile, Rahmen und Schwingen Lack und Rost entfernen Sandstrahlen; Motor mit Trockeneis
Große Karosseriebleche Lack entfernen nur nach Prüfung, Verzugsrisiko beachten

Die Tabelle beschreibt typische Fälle, keine feste Regel. Was an Ihrem Teil sinnvoll ist, entscheiden Material, Blechstärke und Ziel.

Dünne Bleche: Verzug ist das Hauptrisiko

Auftreffendes Strahlmittel erzeugt an der Oberfläche örtliche plastische Verformungen und Druckeigenspannungen, das beschreibt das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik. Bei massiven Teilen spielt das kaum eine Rolle. Bei großen, dünnen und wenig gewölbten Flächen wie Dach, Motorhaube oder Türaußenhaut kann sich das Blech dadurch verziehen. Deshalb strahlen wir Bleche vorsichtig, passen Strahlmittel, Druck, Abstand und Winkel an und entscheiden am Teil, ob und wie gestrahlt wird. Ein Test an einer unauffälligen Stelle kann sinnvoll sein.

Abdecken, Hohlräume, Rückstände

  • Lager, Dichtungen, Gewinde: Lager und Dichtringe werden vorher ausgebaut, Lagersitze, Gewinde und Passflächen abgedeckt oder verschlossen.
  • Felgen: Reifen, Ventil, Auswuchtgewichte und Sensoren müssen vorher herunter.
  • Hohlräume: Schweller, Holme, Falze und Doppelbleche können Strahlmittel aufnehmen. Öffnungen werden verschlossen, Teile danach ausgeblasen und kontrolliert. Bei Trockeneis entfällt das Strahlmittel, gelöster Schmutz kann aber ebenfalls hineinfallen.
  • Elektrik: An kalten Flächen bildet sich beim Trockeneisstrahlen Kondenswasser, das laut DGUV an Elektrik zu Kurzschlüssen führen kann. Kabel, Stecker und Sensoren werden geschützt.

Mobil in Werkstatt oder Garage

Wir kommen mit Strahltechnik und Kompressor zu Ihnen, das Fahrzeug oder die Teile bleiben vor Ort. Ob der Platz geeignet ist, prüfen wir vorab. Dabei achten wir auf zwei Punkte: Aus einem Kilogramm Trockeneis entstehen laut DGUV über 500 Liter CO₂-Gas, das schwerer als Luft ist und sich in tiefen Bereichen sammelt. Eine Montagegrube ist für Trockeneisstrahlen deshalb ungünstig, besser sind eine Hebebühne oder Unterstellböcke bei offenem Tor und wirksamer Belüftung. Außerdem sind Strahlarbeiten laut, ab 85 dB(A) Tages-Lärmexposition ist der obere Auslösewert der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung erreicht. In Wohngegenden lohnt eine Absprache mit den Nachbarn.

Danach zeitnah grundieren

Blank gestrahlter Stahl beginnt bei Feuchtigkeit schnell wieder zu rosten. bauforumstahl empfiehlt für Stahlbauteile, die Oberfläche unmittelbar vor dem Beschichten vorzubereiten. Planen Sie Grundierung oder Konservierung deshalb zeitnah ein und fragen Sie Ihren Lackierer vorher, welche Oberfläche er braucht. Thermapack strahlt, grundiert und lackiert aber nicht.

Bei sehr alten Lacken ist zu prüfen, ob sie Blei oder Chromate enthalten, dann verlangt die BG BAU weitergehende Schutzmaßnahmen. Alter Unterbodenschutz kann teerhaltig sein, dafür gilt die TRGS 551. Klären Sie Verdachtsfälle vor dem Termin.

Was Sie vorbereiten

  1. Anfrage: Fotos der Teile, Material, ungefähre Größe, Standort und Ziel (reinigen oder blank).
  2. Vorbereitung: Teile demontieren, soweit vereinbart, Lager und Dichtungen ausbauen, Fahrzeug anheben, Platz freiräumen.
  3. Einsatz: Wir strahlen vor Ort. Aufnahme der Rückstände stimmen wir im Angebot ab.
  4. Danach: Teile kontrollieren, ausblasen und zügig zur Grundierung geben.

Zum Herunterladen: Checkliste mobiler Strahleinsatz (PDF). Beide Verfahren im Detail: Trockeneisstrahlen und Sandstrahlen.

Mehr im Ratgeber

Häufige Fragen

Kommen Sie auch zu Privatkunden in die Garage?

Ja, wir übernehmen auch Einzelprojekte für Privatkunden. Vorab prüfen wir, ob Platz, Zufahrt und Belüftung für den Einsatz geeignet sind. Fotos von Teilen und Arbeitsplatz helfen bei der Einschätzung.

Kann man Karosseriebleche sandstrahlen?

Mit Vorsicht. Bei großen, dünnen Blechflächen kann Strahlen zu Verzug führen. Wir passen Strahlmittel und Einstellungen an und entscheiden am Teil, ob gestrahlt wird; ein Test an einer unauffälligen Stelle kann sinnvoll sein.

Entfernt Trockeneis auch Rost?

Fest sitzender Rost wird mit Trockeneis meist sichtbar, aber nicht bis aufs Metall entfernt. Dafür ist Sandstrahlen der übliche Weg. Häufig reinigen wir zuerst mit Trockeneis und strahlen danach die Rostnester abrasiv.

Grundieren oder lackieren Sie die Teile nach dem Strahlen?

Nein. Thermapack übernimmt das Strahlen. Grundierung, Lackierung oder Pulverbeschichtung führt Ihre Werkstatt oder ein Beschichtungsbetrieb aus. Planen Sie den Termin dort zeitnah ein, damit sich kein Flugrost bildet.

Was muss ich vor dem Termin ausbauen?

Lager, Dichtungen, Reifen, Ventile und empfindliche Elektrik sollten vorher herunter. Gewinde, Lagersitze und Passflächen werden abgedeckt. Was genau nötig ist, stimmen wir anhand Ihrer Teile ab.

Bleibt Strahlmittel in Hohlräumen zurück?

Beim Sandstrahlen kann Strahlmittel in Schweller, Holme und Falze gelangen. Deshalb werden Öffnungen vorher verschlossen und die Teile danach ausgeblasen und kontrolliert. Beim Trockeneisstrahlen bleibt kein Strahlmittel zurück, gelöster Schmutz aber schon.

Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt

Mit Fotos und einer kurzen Beschreibung können wir Ihre Anfrage besser einschätzen. Nennen Sie uns bitte den Einsatzort und das gewünschte Ergebnis.

Fotos können Sie nach unserer Rückmeldung per E-Mail an info@thermapack.de senden oder direkt anrufen: 04944 8430938.

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