Betonflächen strahlen: reinigen und vorbereiten
Thermapack strahlt Betonflächen mobil bei Ihnen vor Ort: Hallenböden, Wände, Sockel, Rampen und Stützen in Betrieben und auf Baustellen, im Nordwesten und überregional. Mit Sandstrahlen entfernen wir Zementschlämme und trennende Schichten, bereiten den Untergrund für eine Beschichtung vor oder rauen Sichtbeton auf. Graffiti und Verschmutzungen lösen wir, wo möglich, mit Trockeneisstrahlen. Welches Verfahren passt, klären wir mit Ihnen anhand des Ziels.
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Typische Flächen und Aufgaben
- Hallenböden und Rampen: Untergrund vor einer Bodenbeschichtung vorbereiten, alte Anstriche entfernen
- Wände, Stützen, Sockel: Zementschlämme, Schmutz und Ausblühungen abtragen, Oberflächen aufrauen
- Sichtbeton: oberste Mörtelschicht abtragen, um eine gestrahlte Struktur zu erzeugen
- Außenflächen: Graffiti, Bewuchsspuren und Verschmutzungen an Sockeln und Wänden
Welches Verfahren für welches Ziel
| Ziel | Verfahren | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Untergrund für Beschichtung vorbereiten | Sandstrahlen | Anforderungen aus dem Merkblatt des Beschichtungsstoffs |
| Zementschlämme entfernen | Sandstrahlen | fester, tragfähiger Untergrund darunter |
| Sichtbeton aufrauen, Struktur erzeugen | Sandstrahlen | gewünschtes Bild vorher an einer Musterfläche festlegen |
| Graffiti, Schmutz, Bewuchsspuren | zuerst Trockeneisstrahlen prüfen | Farbsystem, Alter, Saugfähigkeit des Betons |
| Alten Anstrich entfernen | Sandstrahlen | Schadstoffe vorher prüfen |
Die Tabelle beschreibt typische Fälle. Soll nur gereinigt und nicht abgetragen werden, kommt Trockeneisstrahlen infrage, weil es nicht abrasiv wirkt. Für Abtrag und Aufrauen ist Sandstrahlen das passende Verfahren.
Was Strahlen am Beton verändert
Frischer Beton trägt an der Oberfläche oft eine dünne, weiche Schicht aus Zement und Feinanteilen, die Zementschlämme. Darauf haften Beschichtungen schlecht. Beim Strahlen wird laut BauNetz Wissen die oberste Mörtelschicht entfernt. Je nach Strahlmittel, Druck, Abstand und Betonqualität bleibt es beim leichten Aufrauen, oder die Gesteinskörnung tritt deutlich hervor.
Weiche, schlecht verdichtete Stellen tragen sich schneller ab als feste. Dadurch werden Schalungsstöße, Kiesnester oder Ausbesserungen sichtbar, die vorher kaum auffielen. Gestrahlter Beton sieht also anders aus als vorher. Bei Sichtflächen sollte das gewünschte Bild deshalb vorab an einer kleinen Fläche abgestimmt werden.
Untergrund für eine Beschichtung
Bei Böden, Rampen oder Wänden, die beschichtet werden sollen, ist das Strahlen ein Vorbereitungsschritt. Welche Haftzugfestigkeit, Rauheit und Feuchte der Untergrund haben muss, legen Planer und das technische Merkblatt des Beschichtungsstoffs fest. Diese Werte sollten vor dem Strahlen feststehen. Die Beschichtung selbst führt Thermapack nicht aus, sie übernimmt ein Fachbetrieb Ihrer Wahl. Ist der Beton geschädigt, etwa durch Risse, Abplatzungen oder freiliegende Bewehrung, gehört die Fläche zuerst in eine Instandsetzungsplanung.
Graffiti und Verschmutzung mit Trockeneis
Die DGUV Information 213-115 nennt die Entfernung von Graffitis und Bewuchsspuren ausdrücklich als Einsatzgebiet des Trockeneisstrahlens. Die Pellets verspröden die Schicht und gehen direkt in Gas über, es bleibt kein Strahlmittel liegen. Die gelöste Farbe und der Schmutz fallen aber an und müssen aufgenommen werden. Auf saugfähigem Beton kann Farbe in die Poren eingedrungen sein. Dann bleibt mit Trockeneis oft ein Schatten, und es ist zu entscheiden, ob abrasiv nachgearbeitet wird. Mehr dazu auf der Seite Fassadenreinigung.
Quarzfeinstaub: der wichtigste Schutzpunkt
Beton enthält quarzhaltige Gesteinskörnung. Die BG BAU nennt das Strahlen quarzhaltiger Materialien ausdrücklich als Quelle für Quarzstaub. Eingeatmeter Quarzfeinstaub kann eine Silikose auslösen, eine Vernarbung der Lunge. Für Quarzfeinstaub gilt ein Beurteilungsmaßstab von 50 µg/m³.
Die TRGS 559 verlangt bei Strahlarbeiten Verfahren mit geringer Staubfreisetzung, etwa Nass- oder Feuchtstrahlen oder Verfahren mit integrierter Absaugung. Strahlmittel dürfen höchstens 2 Gewichtsprozent kristallines Siliciumdioxid enthalten, Quarzsand ist als Strahlmittel verboten. Wie wir Staub begrenzen, den Bereich absperren und Personen in der Umgebung schützen, legen wir projektbezogen im Angebot fest. Bei laufendem Betrieb in der Halle gehört das früh in die Planung.
Vor dem Einsatz prüfen
- Altbeschichtungen: Teer- und pechhaltige Anstriche (TRGS 551) oder bleihaltige Farben (TRGS 505) erfordern besondere Schutzmaßnahmen und sollten vorher per Laboranalyse geklärt sein. Arbeiten an asbesthaltigen Materialien bieten wir nicht an.
- Einbauten: Fugen, Abläufe, Anschlüsse sowie angrenzende Glas- und Metallflächen werden geschützt oder ausgespart.
- Rückstände: Strahlmittel und abgetragenes Material fallen als Strahlschutt an. Aufnahme und Entsorgung stimmen wir im Angebot ab.
So läuft Ihr Projekt ab
- Anfrage: Fotos, Fläche in m², Lage, Ziel und gegebenenfalls das geplante Beschichtungssystem.
- Verfahren festlegen: Wir prüfen Untergrund, Altschichten und Umfeld. Eine Probefläche kann sinnvoll sein, die vereinbaren wir bei Bedarf.
- Einsatz vorbereiten: Zufahrt, Stellfläche, Absperrung, Staubschutz und Umgang mit Rückständen.
- Strahlen und Übergabe: Bearbeitung in abgestimmten Abschnitten, gemeinsame Abnahme der Fläche.
Zum Herunterladen: Merkblatt Strahlen vor der Beschichtung (PDF) und Checkliste mobiler Strahleinsatz (PDF). Unsicher beim Verfahren? Zum Strahlverfahren-Finder.
Mehr im Ratgeber
- Trockeneisstrahlen oder Sandstrahlen: Was passt wofür?
- Fassade und Graffiti: Trockeneis oder Sandstrahlen?
- Sandstrahlen: Staub und Rückstände richtig handhaben
Für Bauunternehmen und Sanierer: Strahlarbeiten für Bau und Sanierung.
Häufige Fragen
Kann man Beton sandstrahlen, ohne dass sich die Optik verändert?
Kaum, denn Sandstrahlen trägt die oberste Mörtelschicht ab und raut die Fläche auf. Dabei werden auch Unterschiede im Beton sichtbar, etwa Schalungsstöße oder Ausbesserungen. Soll nur gereinigt werden, prüfen wir Trockeneisstrahlen, das nicht abrasiv wirkt.
Beschichten Sie den Boden nach dem Strahlen auch?
Nein. Thermapack übernimmt das Strahlen als Vorbereitung. Die Beschichtung führt ein Fachbetrieb Ihrer Wahl aus. Damit das Ergebnis passt, sollten Sie uns die Anforderungen aus dem Merkblatt des Beschichtungsstoffs vorab nennen.
Lässt sich Graffiti mit Trockeneis von Beton entfernen?
Häufig ja, die DGUV nennt Graffiti-Entfernung als Einsatzgebiet des Trockeneisstrahlens. Wie gut es gelingt, hängt von Farbe, Alter und Saugfähigkeit des Betons ab. Ist Farbe tief in die Poren eingedrungen, kann ein Schatten bleiben.
Wie gefährlich ist der Staub beim Strahlen von Beton?
Beton enthält Quarz, und Quarzfeinstaub kann eine Silikose auslösen. Die TRGS 559 verlangt deshalb staubarme Verfahren und Schutzmaßnahmen. Absperrung und Staubschutz legen wir für jedes Projekt im Angebot fest.
Können Sie in einer Halle im laufenden Betrieb strahlen?
Das hängt von Staub, Lärm und der Abtrennung des Arbeitsbereichs ab. Oft lassen sich Abschnitte oder Randzeiten nutzen. Wir prüfen die Bedingungen vorab und stimmen den Ablauf mit Ihnen ab.
Wie wird der Aufwand für Betonflächen ermittelt?
Fläche, gewünschte Abtragtiefe, Altschichten, Zugänglichkeit und Staubschutz bestimmen den Aufwand. Hinzu kommen Anfahrt und die vereinbarte Aufnahme der Rückstände. Sie erhalten ein projektbezogenes Angebot.
Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt
Mit Fotos und einer kurzen Beschreibung können wir Ihre Anfrage besser einschätzen. Nennen Sie uns bitte den Einsatzort und das gewünschte Ergebnis.